Music Hall mmf-11.1 Plattenspieler

music hall mmf-11.1 schwarz

mmf-11.1 – Übersicht

Musik von der Vinyl-Schallplatte zu hören ist mit das schönste im Leben. Roy Hall, sein Team und wir teilen diese Leidenschaft mit Ihnen.

Seit über 40 Jahren beschäftigt sich Roy Hall als Person mit der Plattenspielertechnik. Genauer gesagt mit der permanenten Verbesserung der Technik dem Klang zu Liebe. Seit 33 Jahren nun mit seiner eigenen Marke MUSIC HALL. Wir gemeinsam können Danke an Roy Hall sagen, der seine Leidenschaft zur Schallplatte auch in Zeiten der Digitalisierung der Musikwiedergabe weiter gelebt hat.

Mit dem 11.1steht nun sein Meisterstück vor uns! Durch die enorme Erfahrung, wie sich welches Material, welcher Materialmix, welche Schraube, welche Beschichtung usw., an welcher Stelle klanglich am besten auswirkt, hat Roy Hall einen Plattenspieler erschaffen, in dem all seine Ingenieurskunst vereint ist – der mmf-11.1

mmf-11.1 – Technischer Hintergrund

Oberstes Ziel bei der Entwicklung von Plattenspielern war Roy Hall, dem Gründer und audiophilen Kopf von MUSIC Hall, den Abtastvorgang der Tonabnehmernadel in der Plattenrille ungestört von äußeren Einflüssen zu ermöglichen. Diese Störgrößen sind vor allem Schwingungen, die sich den mikroskopisch kleinen Bewegungen der Nadel in der Rillenmodulation überlagern und somit das Ergebnis der Abtastung massiv beeinflussen können.

Diese Schwingungen entstehen in der Hauptsache durch Körperschall, der die Stellfläche des Plattenspielers zu einer, mit dem bloßen Auge unbemerkt, unruhigen Zone macht. Seien es schwingende Transformatoren in Verstärkern in unmittelbarer Nähe, Vibrationen durch naheliegende Verkehrswege oder allein der Körperschall, der durch die Lautsprecher in den Fußboden geleitet wird.

SPIT™ – Split Plinth Isolation Technology

Dies brachte Roy Hall zur Entwicklung der dann als Markenzeichen eingetragenen SPIT™ – Split Plinth Isolation Technology. Dabei wird die bei herkömmlichen Plattenspielern aus einem Chassis bestehende Grundkonstruktion aufgeteilt in vier Chassis mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die akustisch relevanten Bauteile, wie der Tonarm und der darin eingebaute Tonabnehmer sowie die Baugruppe Lager mit Plattenteller befinden sich auf dem obersten Chassis. Diese Konstruktion der fixen und stabilen Verbindung von Tonarm zu Teller stellt eine korrekte und gleichbleibende Abtastgeometrie sicher. Das untere Chassis nimmt mit vier einstellbaren Magnetschwebe-Füßen Kontakt zur Aufstellfläche auf. Die beiden mittleren Chassis fungieren als „Trouble Shooter“ und entkoppeln über Sorbothane-Halbkugeln die beiden äußeren Chassis extrem effektiv voneinander.

Die obere der beiden Mittelebenen absorbiert dabei noch Restschwingungen, die gegebenenfalls im obersten Chassis entstehen, die untere der beiden Mittelebenen isoliert den Antrieb nach oben hin. Somit ist der MUSIC HALL mmf-11.1 absolut immun gegenüber jeder Anregung, sei es durch die Stellfläche oder Luftschall.  Außerdem werden Eigenresonanzen schon durch die mit viel Erfahrung getroffene Auswahl des Chassismaterials an deren Entstehung gehindert.

Dies macht sich in einer absolut souveränen Laufruhe bemerkbar, die noch deutlich größer ist als von wirklich großen Masselaufwerken. Durch den gezielten und intelligenten Einsatz des Materials wird im Gegenzug aber keinerlei Abtastenergie gespeichert und so bleibt der lebendige Charakter der Musik in vollem Umfang erhalten. MUSIC HALL mmf-11.1: das letzte Wort in Sachen Entkopplung.

Der Antrieb – der Motor

Der Plattenteller wird von einer äußerst aufwändigen Doppelmotorkonstruktion angetrieben. Zwei unabhängige, hochselektierte Motoren bringen per kurzem Rundriemen ein Übersetzungsrad in Bewegung. Erst dieses antriebslose Übersetzungsrad nimmt dann mit einem langen Rundriemen Kontakt zum Plattenteller auf. Dieser läuft um den gesamten Teller herum. Somit hat der mmf-11.1 einen sehr antrittsstarken Antrieb, der aber maximal möglich vom Teller entkoppelt ist. Dies führt zu einem absolut stabilen Gleichlauf und einer sehr effektiven Übertragung des Motor-Drehmomentes, was in einem einerseits vollkommen gelassenen aber auch sehr kraftvollen Klangbild resultiert.

Eine komfortable Umschaltung zwischen den beiden Geschwindigkeiten 33 und 45 U/Min geschieht per Knopfdruck. Die Motorelektronik wird mit Gleichspannung versorgt und ist so ausgelegt, dass alle notwendigen Versorgungsspannungen für den Synchronmotor mit Hilfe eines integrierten Sinusgenerators komplett neu generiert werden und somit von der Netzspannung und Netzfrequenz unabhängig sind. Dadurch kann auf eine ständig korrigierend eingreifende Nachregelung verzichtet werden, was in einem souveränen und dynamischen Klang resultiert.

MUSIC HALL mmf-11.1: das letzte Wort in Sachen Antrieb.

Das Bett für die Schallplatte – Acrylteller und Lager

Der Plattenteller ist aus Acryl gefertigt. Dieses Material zeichnet sich durch eine hohe innere Dämpfung aus, was eine weitere Maßnahme zur absolut störungsfreien Abtastung darstellt. Dank einer Labeleinfräsung kann die Schallplatte auch direkt auf den Teller gelegt werden, was zu einer sicheren Ankopplung der Schallplatte an den Teller führt. In diesem Fall empfiehlt sich dieVerwendung der MUSIC HALL record clamp.

Der Plattenteller läuft auf einem Inverslager. Die Lagerbuchse aus Sinterbronze, die in den Acrylplattenteller eingearbeitet, ist läuft auf einer polierten Keramikkugel, die auf einer spiegelpolierten, stehenden Lagerachse ruht. Die Materialkombination und –beschaffenheit ist von sich heraus schon gleitfähig und die Konstruktion ist selbstschmierend ausgelegt. Somit ist sichergestellt, dass das Tellerlager viele Jahre vollkommen wartungsfrei funktioniert.

Das Führungsinstrument – der Tonarm

Der Tonarm ist eine kardanisch gelagerte 9-Zoll-Karbonkonstruktion. Die Kohlenstofffasern werden dabei in eine Matrix aus Kunstharz eingebettet. Diese Matrix verhindert, dass sich die Fasern unter Belastung gegeneinander verschieben. Gerade der Tonarm eines Plattenspielers profitiert von der Zugfestigkeit und der Steifigkeit der Kohlenstofffasern, da die auftretenden Kräfte zwar mikroskopisch klein sind, aber jede Verformungsneigung des Armrohres zu unpräzisem Klang führt.

Das Tonarmrohr und der Tonarmkopf (Headshell) sind aus einem Stück Kohlefaser gefertigt. So werden die sonst üblichen Übergangsresonanzen schon am Entstehungsort vermieden. Das konisch geformte Tonarmrohr vermeidet stehende Wellen. Vier in hochpräzisen, schweizer Kugellagern der Qualität ABEC 7 gelagerte Edelstahlspitzen bilden die invertierten Tonarmlager.

Die nochmals verstärkte, massive Kardankonstruktion dient zur Aufnahme der Lager. Der äußere Lagerblock ist offen, was das Kreisen von Störenergie verhindert. Das mit einer Einlage aus Sorbothane versehene Gegengewicht ist als Antiresonator ausgebildet – ein unerwünschtes Aufschaukeln von Störschwingungen wird so vermieden. Die clevere tiefer liegende Positionierung des Gegengewichtes auf Nadelhöhe gewährleistet günstige Hebelkräfte beim Abspielen welliger Platten.

Die massive Tonarmbasis bietet eine Verstellmöglichkeit der Arbeitshöhe des Tonarms und somit eine Einstellmöglichkeit des vertikalen Spurwinkels (VTA). Das Tonarmrohr kann nach Lösen einer Schraube verdreht werden. Dies macht trotz des festen Headshells eine horizontale (Azimut-) Justage des Tonabnehmers möglich.

Der mit Silikon bedämpfte Tonarmlift ist auf die Arbeitshöhe des Tonarmrohres einstellbar. Die hochwertige Innenverdrahtung aus hochflexibler, reiner Kupferlitze überträgt das Signal präzise und hindert den Tonarm nicht in seiner Bewegungsfreiheit.

Auch hier ist die gesamte Konstruktion darauf ausgelegt, den Abtastvorgang so ungestört wie möglich zu gestalten und so viel Abtastenergie wie möglich dem Generator des Tonabnehmers zur Verfügung zu stellen. Dies resultiert in einem wunderbar präzisen und Klangbild.

Die Spitze – Der Tonabnehmer

In der Version mmf-11.1/ Cadenza ist der Tonabnehmer Ortofon Cadenza Black bereits ab Werk montiert. Es handelt sich hierbei um einen der weltbesten Tonabnehmer. An der Spitze des Bor-Nadelträgers sitzt ein Diamant mit extrem hochauflösendem „Shibata“-Schliff.

Seine elektrischen Werte machen ihn zwar universell einsetzbar, aber erst mit einem Top-Phonovorverstärker werden Sie das volle klangliche Potential ausschöpfen können. In allen Bereichen vermag dieser Tonabnehmer außergewöhnliches zu leisten und passt damit hervorragend zum MUSIC HALL mmf-11.1.

Das Ergebnis – Die Freude an schöner Musik.

mmf-11.1 – Technische Daten

Laufwerk und Tonarm

  • Laufwerk: manuell, incl. Staubschutzhaube
  • Chassis mit SPIT™ – Split Plinth Isolation Technology
  • Antriebssystem: Doppelmotor mit entkoppeltem Riemenantrieb, außen laufend
  • Geschwindigkeiten: 33 + 45 U/Min
  • Geschwindigkeitsregelung: elektronisch
  • Stromversorgung: 230/115 V, 50/60 Hz
  • Netzteil: 15 V DC
  • Integrierte Motorsteuerung mit Sinusgenerator
  • Acrylteller 3,4 kg, antimagnetisch auf Inverskeramiklager
  • Tonarm: 9“ Vollkarbon, effektive Masse: 8,5 g
  • Antiskating: mechanisch
  • Abmessungen B x H x T (mm): 465 x 190x 340
  • Abmessungen mit geöffneter Haube: 465 x 440x 450
  • Gewicht: 17,9 kg
  • Ausführungen: hochglänzend Schwarz

 Tonabnehmer (Option)

  • Ortofon Cadenza Black
  • Typ: MC Low Output
  • Frequenzbereich: 20 Hz –60 kHz (-3 dB)
  • Kanalbalance: <0,8 dB bei 1 kHz
  • Kanaltrennung: 27 dB bei 1 kHz
  • Ausgangsspannung: 0,33 mV (@ 1 kHz; 5 cm/s)
  • Nadelschliff: Shibata auf Bor-Nadelträger
  • Nadelnachgiebigkeit: 16 µm/mN (dynamisch)
  • Abtastfähigkeit: 90 µm (315 Hz / 23 mN)
  • Abschlusswiderstand: 10 Ohm, Abschlusskapazität: 100 –1000 pF
  • Interner Widerstand: 5 Ohm
  • Tonabnehmergewicht: 10,7 g
  • Befestigung ½“ (12,7 mm)
  • Empfohlene Auflagekraft: 23 mN (20 – 25 mN)

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